Die Rudolf Steiner–Schule Nürnberg
Die Rudolf Steiner-Schule am Steinplattenweg 25 in Nürnberg ist heute als zweizügige Schule mit je 13 Klassen und rund 900 Schülerinnen und Schülern eine der größten und bedeutendsten Waldorfschulen in Deutschland, ja weltweit.
Gründungsgeschichte
Schon bald nach Gründung der ersten Waldorfschule in Stuttgart im Jahre 1919 gab es eine Gründungsinitiative in Nürnberg, deren Genehmigungsantrag 1927/28 durch das Kultusministerium in München jedoch abgelehnt wurde. Trotz Verbots aller Waldorfschulen 1936 in Deutschland wirkte der Impuls in Nürnberg fort, unterstützt vor allem durch Rudolf und Clara Kreutzer. Kurz nach Ende des 2. Weltkriegs konnte der Rudolf Steiner–Schulverein e.V. sich am 2. Mai 1946 unter Vorsitz von Clara Kreutzer gründen und die Rudolf Steiner–Schule am 7. September 1946 ihren Betrieb aufnehmen. So ist es verständlich, dass Rudolf und Clara Kreutzer in der Stiftungssatzung die Zuwendungen an diese Schule „in erster Linie“ sicherstellten.
Schule mit Besonderheiten
Nicht nur die Schule, sondern auch ihre zahlreichen besonderen Einrichtungen könnten allein aus staatlichen Zuschüssen und Elternbeiträgen niemals finanziert werden.
- Dies gilt vor allem für die zum Gesellenbrief führenden Lehreinrichtungen: die Schreiner– und Schlosserwerkstätten sowie die Hauswirtschaftsausbildung.
- Die Schule bot zudem schon vor der öffentlichen Debatte um Ganztagschulen eine Tagesbetreuung im „Blauen Haus“ an, die in den letzten Jahren erheblich ausgebaut wurde.
- Im denkmalgeschützten „Roten Haus“ – die Villa ist ein Geschenk von Rudolf Kreutzer und wurde 2009/2010 aufwendig umgebaut und saniert – sind u.a. 2 Hortgruppen für Kinder aus den 1. bis 4. Klassen untergebracht.
- Ein vom Schulverein getragenes und vom Bund der Freien Waldorfschulen mitfinanziertes Seminar für Waldorfpädagogik bietet eine einjährige Ausbildung zum Waldorflehrer an.
Schulgrundstücke als Grundstockvermögen
Die Rudolf und Clara Kreutzer–Stiftung unterstützt seit Jahrzehnten diese besonderen Einrichtungen und Aktivitäten nach Kräften. Im Übrigen ist sie Eigentümerin des großen Schulgeländes in Nürnberg–Erlenstegen, das zum Grundstockvermögen gehört, und das der Rudolf Steiner–Schulverein Nürnberg e.V. auf Grund eines Erbbaurechts nutzen kann.

